Gänseblümchen

…die Blumen meiner Kindheit. Ich habe sie vor einigen Jahren auf meinem eigenen, langweiligen Neubau-Rollrasen extra angesät. Ohne Gänseblümchen kann ich nicht sein – und Pfingstmontag habe ich genutzt, um seit langer Zeit mal wieder Gänseblümchensträuße zu pflücken. Das ist Sommer im Haus!

Bellis perennis

…ist der botanische Name für die Gänseblümchen. Es handelt sich tatsächlich um eine Heilpflanze. Sie wird auch „Gichtkraut“ genannt, aber dies ist nicht ihre einzige Indikation. In der Homöopathie wird Bellis perennis bei großflächigen Wunden von Muskelfasern, Blutgefäßen und Nerven eingesetzt, also Quetschungen, Prellungen, Zerrungen, auch bei Muskelkater ist sie ein bewährtes Mittel.

Ein widerstandsfähiges Blümchen

„Ständig wird auf ihr herumgetreten, und sie richtet sich einfach lächelnd wieder auf“. Konstitutionell betrachtet, haut Bellis so schnell nichts um. Das Tausendschön ist eine echte Prinzessin: hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen. Zäh wie Schuhsohlenleder, macht sie einfach weiter, weil Bewegung bessert – trotz Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper (ähnlich wie bei Eupatorium perfoliatum). Das homöopathische Arzneimittelbild ist noch um einiges umfangreicher, auch wenn Bellis eines der kleineren Mittel der Homöopathie ist. In der homöopathischen Hausapotheke sollte es nicht fehlen und darf bei oben genannten Wunden gerne bei Mensch und Tier angewandt werden. Es ist dem bekannten Arnica sehr ähnlich – doch während Verletzungen, die Arnica brauchen, folgen eines heftigen stumpfen Traumas mit viel Energie sind, handelt es sich bei Bellis-Verletzungen eher um Quetschungen.

Klassische Homöopathie

… ist eine sehr umfangreiche, sehr potente Therapieform. Wer mehr darüber wissen möchte, liest dieses Interview, das ich der DIP gegeben habe (Das Islandpferd – Verbandsorgan des IPZV e.V.)